Blog · Flottenintegration

AGV und AMR unterschiedlicher Hersteller: Wie Sie Mischflotten wirklich zum Laufen bringen

Die meisten Lagerbetriebe haben Fahrzeuge von zwei, drei oder mehr Herstellern. Jeder hat sein eigenes System. Das ist nicht das Problem — das Problem ist, dass sie nicht miteinander sprechen.

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Die Realität in den meisten Automatisierungsumgebungen

Wer heute einen Lager- oder Produktionsbetrieb besichtigt, sieht selten eine homogene Flotte. Stattdessen: AGVs vom Hersteller A, AMRs vom Hersteller B, ältere Fahrzeuge vom Hersteller C — gewachsen über Jahre, aus verschiedenen Projekten, mit unterschiedlichen Anforderungen beschafft.

Das ist keine schlechte Planung. Es ist die Realität eines Betriebs, der sich weiterentwickelt. Neue Anforderungen entstehen, bessere Technologien kommen auf den Markt, Hersteller spezialisieren sich auf bestimmte Fahrzeugtypen.

Das eigentliche Problem entsteht danach: Jeder Hersteller liefert sein eigenes Fleet Management System mit. Diese Systeme sind nicht dafür gebaut, miteinander zu arbeiten. Das Ergebnis ist eine Infrastruktur, die teurer zu betreiben ist als nötig — und die ihr Potenzial nie vollständig ausschöpft.

Was passiert, wenn Systeme nicht zusammenarbeiten

Drei Szenarien, die in Mischflotten-Umgebungen regelmäßig auftreten:

Doppelte Expertise, doppelter Aufwand. Jedes FMS hat seine eigene Logik, seine eigene Oberfläche, seine eigenen Alarmregeln. Ein Operator, der beide Systeme beherrscht, ist selten. Meist gibt es für jedes System einen Spezialisten — was bedeutet: Wissen ist nicht teilbar, Vertretungen sind schwierig, Urlaubszeiten werden zum Risiko.

Keine übergreifende Optimierung. System A optimiert seine Fahrzeuge. System B optimiert seine Fahrzeuge. Niemand optimiert die Gesamtroute. Fahrzeuge verschiedener Systeme blockieren sich gegenseitig, warten aufeinander, fahren ineffiziente Wege — weil es keine gemeinsame Instanz gibt, die das Gesamtbild sieht.

Fehlende gemeinsame Datenbasis. Welche Linie hatte gestern den höchsten Durchsatz? Welches Fahrzeug — herstellerübergreifend — hat die meisten Ausfälle? Solche Fragen lassen sich ohne Datenintegration nicht beantworten. Benchmarks bleiben innerhalb der Systemgrenzen.

Die Lösung: eine herstellerunabhängige Orchestrierungsschicht

Der Ansatz, den KI hier ermöglicht, ist kein Ersetzen der bestehenden Systeme. Er ist eine Schicht darüber.

Eine herstellerunabhängige Orchestrierungsplattform verbindet sich mit den APIs der vorhandenen FMS-Systeme — und schafft darüber eine gemeinsame Steuerungsebene. Das bedeutet konkret:

  • Einheitliche Auftragssteuerung: Aufträge werden nicht mehr pro System vergeben, sondern systemübergreifend nach Verfügbarkeit, Kapazität und Position optimiert.
  • Gemeinsames Monitoring: Ein Dashboard für alle Fahrzeuge, alle Hersteller, alle Linien — mit einheitlichen KPIs und Alarmregeln.
  • Übergreifende KI-Modelle: Anomalieerkennung, Vorhersagemodelle und Optimierungsalgorithmen arbeiten auf dem vollständigen Datenbild, nicht auf einem Ausschnitt.
  • Natürlichsprachliche Interaktion: Operatoren können das System in ihrer eigenen Sprache befragen — unabhängig davon, welches Fahrzeug von welchem Hersteller betroffen ist.

„Die Investition in die einzelnen Fahrzeuge ist bereits getätigt. Die Frage ist, ob Sie diese Investition auch vollständig nutzen."

Was das in der Praxis bedeutet

Ein Betrieb mit 30 AGVs von zwei Herstellern und 15 AMRs von einem dritten erlebt nach Einführung einer Orchestrierungsschicht typischerweise drei Veränderungen:

Die Parallelexpertise fällt weg. Ein Team kann die gesamte Flotte betreuen, weil die Oberfläche und die Logik vereinheitlicht sind. Die Wartezeit an Knotenpunkten sinkt, weil Routen erstmals herstellerübergreifend koordiniert werden. Und es entstehen erstmals belastbare Vergleichsdaten zwischen Fahrzeugtypen und Herstellern — eine Grundlage, die Beschaffungsentscheidungen deutlich fundierter macht.

Das sind keine theoretischen Vorteile. Es sind die Konsequenzen davon, dass Systeme zum ersten Mal wirklich zusammenarbeiten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Es gibt kein „zu früh" für eine Orchestrierungsschicht — aber es gibt Konstellationen, bei denen der Einstieg besonders naheliegend ist:

  • Wenn ein zweiter Hersteller hinzukommt oder geplant ist
  • Wenn die Expertise für eines der FMS-Systeme knapp oder gefährdet ist
  • Wenn herstellerübergreifende KPIs erstmals gefordert werden (z. B. für Audits oder interne Berichte)
  • Wenn ein bestehendes FMS an seine Grenzen stößt, aber der Austausch der Hardware nicht in Frage kommt

In all diesen Fällen ist die Orchestrierungsschicht kein Add-on — sie ist die Voraussetzung dafür, dass die bestehende Infrastruktur weiterhin skalieren kann.

Was das für Ihre Flotte konkret bedeutet

Die Frage ist nicht, ob Ihre Fahrzeuge gut genug sind. Die Frage ist, ob Ihre Steuerung gut genug ist, um aus diesen Fahrzeugen das Maximum herauszuholen — herstellerübergreifend, in Echtzeit, mit einem Team, das das System tatsächlich bedienen kann.

Genau das schauen wir uns in einem ersten Gespräch gemeinsam an — konkret, ohne Foliensatz, auf Basis Ihrer tatsächlichen Konstellation.

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